Fechtschule |Swerttragil| Fechtschule für das Fechten mit mittelalterlichen Waffen

Tipp: Blog Fechtgeschichte

Es gibt einen schönen Blog zur Fechtgeschichte von Jan Schäfer. Hier wird zwar insbesondere die „neuere“ Fechtgeschichte behandelt, aber es macht dennoch auch für „Schwert-Fechter“ Spaß darin zu lesen.

Im Blog bin ich unter anderem auf zwei Beiträge gestoßen, bei denen ich schmunzeln musste:

Beide Beiträge zeigen, dass Regeln im Fechten eine lange Tradition haben. Besonders interessant finde ich, dass es sich im Grunde um Verhaltensregeln handelt. Die eine oder andere findet man heute so, oder in ähnlicher Form, auch in den Regelwerken für das Combat Reenacment Fighting (Regeln für das Fechten mit mittelalterlichen Waffen) wieder. Schmunzeln musste ich wegen Sachverhalte und der Formulierungen. Die Themen scheinen ebenfalls eine lange Traditon zu haben 🙂

Hier ein paar Beispiele aus den Regeln des Jacques Francois Girard von 1740, die man unter anderem in dem von mir verfassten Regelwerk „Codex Feheta„, oder auch dem Codex Belli 2002 in ähnlicher Form wieder finden kann:

Zitate:

  • „2. Keine unanständigen Worte sagen und keine unanständigen Lieder (singen).“
  • „4. Niemanden über Belange des Fechtens verspotten.“
  • „6. Nicht ohne Handschuhe fechten.“
  • „10. Nicht fechten, wenn man Wein getrunken hat.“
  • „11. Auf dem Fechtboden nicht trinken und nicht rauchen.“

 

Für die Freunde des Spätmittelalters ist auf dem Blog ein klasse Beitrag zur Geschichte des 14. und 15. Jahrhunderts enthalten:

Auszug:

„Im Rahmen meines Geschichtsstudiums befasste ich mich 2010 mit deutschen Söldnern im Italien des 14. Jahrhundert. Parallel dazu arbeitete ich an einer Seminararbeit über das Rittertum und seine Bedeutung bis zum Ende des Hundertjährigen Krieges. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sind zumindest nach meiner Meinung für die Ursprünge der Fechtkunst um Johannes Lichtenauer von einiger Bedeutung. Daher möchte ich im folgenden Aufsatz meine Erkenntnisse darlegen und sie in Verbindung zu genannten Ursprüngen der Fechtlehren stellen. Die historische Hinleitung zum Thema soll im Folgenden kurz beschrieben werden.“

Der Beitrag lohnt sich meiner Meinung nach zu lesen. Für mich hat es sich schon alleine deshalb gelohnt, da ich die Geschichte der deutchen Söldner in Italien sehr spannend finde.
Ich denke das der Blog eine tolle Sache und Bereichung für alle Freunde des Fechtsports – egal welcher Ausrichtung – ist und freue mich schon jetzt auf die nächsten Beiträge.